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The thousand and one voices of the double bass.
All sounds you will hear on this CD were generated by Renaud García-Fons on the double bass. Some titles are strict solo bass, some have added loops, pre-recorded electronics and percussive sounds made by finger tapping or slapping. The thematic material oscillates between Orient and Occident, Africa and Latin America and between medieval and modern music.
García-Fons lives his dream to present the bass as an instrument with an all-encompassing voca-tion, an instrument of beauty and many-sided possibilities which should be brought to an audible and visible level. The priory of Marcevol situated high up in the French Pyrenees proved to be the perfect spot for such an endeavour. Well balanced acoustics and an inspiring spirituality presented an invitation to take an “imaginary journey through time and space” which touches the Orient (Jey-hounabad), the middle ages (Marcevol), Africa (Kalimbass),South America (Yupanqui) and the baroque period (Hacía Compostela)…
“My first encounter with the double bass was at age 16, it was love on first sight. I thought immedi-ately that the bass would offer an approach not just to classical music and jazz but to the universal language of music. After five years of intense learning with Jean-Piere Logerot and the great Francois Rabbath I began to travel, to explore and to investigate other musical cultures building up my own technique out of the experiences I made. I added a high fifth string to perfect the range of the bass without risking the authentic sound.“
Renaud García-Fons has made a spectacular career in the last years. Exposure in his native France was soon followed by concerts tours through Germany, Italy, Turkey, the UK – more or less all over Europe. North America came next where he does his 5th tour this year including again the Montreal Festival in Canada. Just before the US he will play at the four leading Australian fes-tivals and possibly in China.
The accompanying DVD is a state-of-the-art production filmed with 5 HD cameras directed by seasoned pro Nicolas Dattilesi. It shows the full concert at Marcevol and an interview with García-Fons in french subtitled in English, Spanish and German and a short bonus film.
« 1001 Stimmen des Kontrabasses »
Alle Sounds, die auf dieser CD/DVD zu hören sind, wurden durch einen Kontrabass erzeugt. Einige Stücke wurden für Solobass geschrieben, bei anderen wurden zusätzliche Loops verwendet, die eine echte Skalierung des Instruments ermöglichen. Diese Loops bestehen aus einer Vielzahl von Sounds des Kontrabasses: rhythmische Geräusche, Harmonisierungen, Pizzicati… eine wirklich skalierbare Orchestrierung ermöglicht das solistische und improvisierte Spiel, in jeglichem Ausmaß und Variation.
Die Inspiration der Themen pendelt zwischen dem Orient und dem Okzident, aber auch zwischen alter und moderner Musik: Mittelalterliches (Marcevol); Barock (Hacía Compostela); Orientalisches (Voyage à Jeyhounabad); Afrikanisches (Kalimbass); Lateinamerikanisches (Yupanqui); Rock und Blues (Rock Wandering), Spanisches (Bajo Flamenco).
García-Fons verwirklicht hier einen lebenslangen Traum: Den Kontrabass zu einem Instrument mit allumfassender Berufung zu machen, also ein Instrument das sich selbst genügt; diese Schönheit und die Vielseitigkeit des Kontrabasses hörbar – und sichtbar – zu machen, durch all die Techniken vom Bogenspiel bis zum Pizzicato.
Das Kloster von Marcevol hat sich durch seine Lage (in der Nähe Spaniens) und durch seinen romanischen Ursprung als idealen Ort erwiesen, um dem Projekt Gestalt zu geben. Seine ausgewogene Akustik, vor allem der Hall, aber auch der Geist, der dem Ganzen eine spirituelle sowie festliche Inspiration gibt, zeigen sich im ganzen Repertoire. Es ist, wie García-Fons sagt, eine Einladung zu einer „imaginären Reise eines Basses durch Zeit und Raum“.
Renaud García-Fons arbeitet mit edlen Materialien: mit dem Holz seines Basses und dem Takt, den er im Rhythmus seiner Musik neu zusammenfügt. In Solo nimmt er das romanische Echo und die katalanischen Vibrationen des Gesteins des Klosters Marcevol mit auf.
Mit Freude teilt man die Begeisterung des Musikers, der zwischen der hölzernen Klangfarbe seines Instruments und den virtuellen Chören, die aus der Tiefe des Gewölbes hervor gehen, jongliert und sie mit zarten und subtilen Loops aus dem 21. Jahrhundert anreichert.
Es ist eine Suche nach der ursprünglichen Spiritualität, denn Marcevol ist ein Wallfahrtsort, an dem der Künstler und sein Kontrabass, das Perkussive und der harmonische Gesang, feurig oder zart, ihre gegenseitige Passion in die Dienste einer bezaubernden Musik stellen - im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein Instrument fürs Leben
„Meine erste Begegnung mit dem Kontrabass hatte ich im Alter von 16 Jahren. Es war eine echte „Liebe auf den ersten Blick“. Es hat gereicht das Instrument eines Freundes kurz auszuprobieren um zu merken, dass dies mein Instrument war, das Instrument mit dem ich mich voll und ganz ausdrücken konnte. Als Reaktion auf eine Art instinktiven Impuls träumte ich sofort davon, dass der Bass für mich das Medium ist, das mir den Zugang zur „universellen Musiksprache“ geben und mir erlauben würde, nicht nur klassische Musik und Jazz, sondern auch alle Musikarten der Welt zu erfahren.
Dank dieser tiefen Intuition begann ich inbrünstig bei Jean-Pierre Logerot, Solist an der Pariser Oper und mit dem großen François Rabbath, klassische Kontrabassetüden zu üben.
Nach fünf Jahren des Lernens, als ich fast 21 Jahre alt war, fing ich an alleine zu reisen, zu suchen, zu erforschen und mir meine eigenen Technik aufzubauen auf Basis all dieser musikalischen Erfahrungen, die ich aus dem Jazz, der mediterranen Musik, der indischen, arabischen, afro-lateinamerikanischen und der zeitgenössischen Musik gesammelt hatte.
Schon früh fügte ich eine hohe fünfte Saite hinzu, um den Tonumfang in meinen Augen zu vervollständigen und ohne dabei den authentischen Klang zu riskieren. Rückblickend wird mit klar, dass ich auf einer Reise als Autodidakt war, auf der mich nur das Instrument leitete mit dem Anspruch, den Kontrabass in ein „singendes Instrument“ zu verwandeln; so fließend, präzise und genau, so wie all die anderen Soloinstrumente.
Seltsamerweise konnte ich keine Inspiration bei den großen Kontrabasspersönlichkeiten finden, sondern eher beim Spiel der großen Meister wie Paco de Lucia, Ram Narajan, Mounir Bachir, John Coltrane, Ostad Elahi, Astor Piazzola…
Ich habe immer daran gearbeitet, Musik ohne Abgrenzungen, oder Grenzen im Stil zu erschaffen, eine Musik, die Brücken zwischen Jazz, Klassik und Folklore des Mittelmeerraums, des Orients und des Lateinamerikanischen schafft, um eine imaginäre Reise zwischen dem endlosen Raum und der Zeit zurück zu legen…“
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